Dec 08, 2020

Wie bereiten Sie Ihren Operationssaal auf die Zukunft vor?

Medical Imaging & workflows 3 min Lektüre last updated on: Mar 04, 2021

Die Technik im Operationssaal verändert sich in rasantem Tempo. Für viele Krankenhäuser ist es schwer, mit diesem Wandel Schritt zu halten, und für das nächste Jahrzehnt sind noch drastischere Entwicklungen zu erwarten. Doch die Weichen für diese Veränderungen werden bereits heute gestellt. Durch die Einführung eines OP-over-IP-Ansatzes können Krankenhäuser viele der kommenden Technologien, die die komplexe OP-Umgebung der Zukunft prägen werden, leichter implementieren.

Vor vielen Jahren bedeutete das Hinzufügen einer neuen Technologie oder Bildgebungsmodalität im Operationssaal, dass Geräte wie Endoskopie-Kameras, Computer, Scanner und chirurgische Bildschirme über spezielle AV-Geräte angeschlossen werden mussten. Heute wird der Operationssaal zunehmend digitalisiert, so dass mehrere Geräte und Bildgebungssysteme über ein standardisiertes IP-Netzwerk verbunden werden können.

Mit diesem so genannten OP-over-IP-Ansatz können chirurgische Daten, Bilder und Videos einfach ausgetauscht, gespeichert und auf jedem Bildschirm innerhalb oder außerhalb des Operationssaals angezeigt werden. Die Integration über IP ermöglicht es zudem, die Vielzahl der bildgebenden Systeme und Geräte zentral zu verwalten und den Workflow im OP deutlich zu straffen.

Ein zukunftssicherer OP

Der digitale OP ist nicht länger ein „nice to have”. Tatsächlich wird der OP-over-IP-Ansatz die notwendige Grundlage für die Einführung vieler innovativer Technologien sein, von denen einige bereits heute den OP erreicht haben und einige in Zukunft wahrscheinlich in größerem Umfang Einzug in den OP halten werden.

  • Die Bildgebung in 4K ermöglicht es Chirurgen, das Innere eines Patienten klar zu sehen und Operationen mit höchster Präzision durchzuführen.
  • Durch die Bildgebung in 3D wird die Sichtbarkeit der Anatomie des Patienten verbessert. Dadurch erhöht sich die chirurgische Effizienz und Genauigkeit bei laparoskopischen Eingriffen und führt zu kürzeren Operationszeiten.
  • Virtuelle und erweiterte Realität werden zur Schulung von Chirurgen und Klinikern eingesetzt und helfen ihnen, sich signifikant schneller mit komplizierten Technologien vertraut zu machen.
  • Künstliche Intelligenz wird in der Lage sein, noch auf dem OP-Tisch eine Diagnose zu stellen, um eine Operation anzuleiten und die spätere Behandlung zu unterstützen.

Digitaler Operationssaal

Der digitale OP bietet Flexibilität

In den letzten zehn Jahren haben viele Unternehmen und Organisationen ihre digitalen Bemühungen verstärkt, um ihre Geschäftsprozesse zu überarbeiten und das Kundenerlebnis zu verbessern. Das Gleiche gilt für den OP. Genau wie in der Geschäftswelt wird auch der OP nicht um der Digitalisierung willen digital, sondern um die Komplexität zu reduzieren, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und die Effizienz und Produktivität zu steigern.

In diesem Sinne trägt der OP-over-IP-Ansatz bereits heute Früchte für das OP-Personal einer wachsenden Zahl von Krankenhäusern weltweit.

  • Reduzierung der Rüst- und Umsatzzeit: Die Produktivität von OP-Teams und die effiziente Nutzung des OPs hängen von der einfachen und flexiblen Planung von Fällen und der Zeit ab, die für ihre Vorbereitung und das Einrichten der Technologie benötigt wird. Durch den Einzug von mehr Technologie in den OP ist die Einrichtung und Konfiguration vor Operationen jedoch immer komplexer und zeitaufwändiger geworden. Da er eine standardisierte Architektur bietet, vereinfacht der OP-over-IP-Ansatz die Installation und reduziert die Einrichtungszeit im OP.
  • Rationalisierung der Behandlung: Ein OP, der mit Geräten vollgestopft ist – Navigationsgeräte, maschinengesteuerte Anwendungen, PACS-Geräte – trägt erheblich zum Stresslevel des OP-Personals bei. Durch den Betrieb der OP-Technologie über IP kann die Anzahl der Kabel und Geräte reduziert werden. So wird eine wesentlich sauberere und komfortablere Arbeitsumgebung ermöglicht, in der Chirurgen schnelle und präzise Entscheidungen treffen können.
  • Reduzierung der Ausfallzeiten durch technische Wartung: Mit einer zunehmenden Anzahl von Geräten und Kabeln besteht die Gefahr, dass der OP zu einem komplexen technologischen Sammelsurium wird, das schwer zu bändigen ist. Die für die technische Wartung aufgewendete Zeit kann nicht für Operationen genutzt werden. Eine IP-basierte OP-Plattform kann die Arbeit des Wartungspersonals erheblich erleichtern. Durch die Verwendung einer einheitlichen Glasfaserverkabelung, die direkt mit den Geräten verbunden ist, kann der Kabelsalat reduziert und Fehler bei der Wartung vermieden werden.

Flexibilität heute und morgen

Die Technologie entwickelt sich ständig weiter und daher muss der OP leicht an zukünftige Anforderungen anpassbar sein. Die Umgebung muss flexibel genug sein, um die neuesten Technologien, wie 4K- und 3D-Bildgebung, aufzunehmen. Die IP-basierte Videointegration, oder das so genannte OP-over-IP, ist ein Ansatz, der diese Erweiterung der Technologien auch in Zukunft unterstützen wird.

Doch das OP-over-IP trägt schon heute Früchte. In einer Umgebung, in der der Einsatz für den Patienten so hoch ist und in der jede Minute Geld bedeutet, kann digitale Technologie dazu beitragen, die Produktivität und Effizienz der ohnehin schon hochqualifizierten Top-OP-Fachkräfte von heute zu verbessern. Der OP von heute und der Zukunft ist einer, in dem Bedingungen geschaffen werden, die es Chirurgen ermöglichen, ihre beste Arbeit zu leisten, indem hochpräzise Bilder geliefert und ergonomischste Arbeitsbedingungen bereitgestellt werden.

 

Sind Sie an mehr interessiert?

Hier sind 5 Möglichkeiten, wie digitale Lösungen die Produktivität und Effizienz in Ihrem OP verbessern können:

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